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Paula Beer


Schauspielerin
Paula Beer Poster
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Leben & Werk

Obwohl Paula Beer gerade erst in einer Handvoll Rollen zu sehen war, wird die deutsche Nachwuchsdarstellerin bereits als Nachfolgerin einer jungen Romy Schneider gehandelt. Mit der Serie „Bad Banks“ hat sie den Deutschen Schauspielpreis gewonnen, mit dem Drama „Transit“ den heimlichen Star der Berlinale 2018 abgeliefert.

Sie hat Witz, Charme und eine Ausstrahlung, die selbst gestandene Schauspieler staunen lässt — Paula Beer, die am 1. Februar 1995 in Mainz geboren wurde, gilt zu Recht als eine der wichtigsten Nachwuchsdarstellerinnen Deutschlands. Immerhin war sie schon für den französischen Filmpreis César nominiert, wurde bei den Filmfestspielen von Venedig als Beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet und erhielt den Deutschen Filmpreis. Die Preise beweisen nicht nur handwerkliches Können, sondern auch ein gutes Gespür bei der Rollenauswahl.

Zwischen Abistress und Film

Die Schauspielerei hat Paula Beer bereits früh gepackt. Schon im Alter von acht Jahren nahm sie an einem Theaterkurs teil, gehörte später zum Jugendensemble des Berliner Friedrichstadtpalasts. Nebenbei musste sie allerdings erst die Schule absolvieren. Die Dreharbeiten zu Chris Kraus‚ opulenten Historiendrama „Poll“ (2010) — Beer war damals 14 — führten sie an die südestnische Ostseeküste. Beer spielt im Film die Aristokratentochter Oda, die kurz vor dem Anbruch des Ersten Weltkrieges mit ihrem Vater ins Baltikum reist und einen Anarchisten kennenlernt. Entdeckt wurde Paula Beer übrigens auf dem Schulhof.

Trotz der Filmerfahrung und dem Bayerischen Filmpreis für die Beste Nachwuchsdarstellerin stand für Paula Beer die Schule im Vordergrund. Erst nach dem Abitur kam der Stein vollends ins Rollen — mit Volker Schlöndorffs „Diplomatie“ (2014). Zwar fiel ihre Rolle dem Schnitt zum Opfer, doch welcher Nachwuchsdarsteller hat schon die Ehre mit Schlöndorff, einem der ganz Großen des Deutschen Filmes zusammenzuarbeiten?

Berlinale 2018

Seither hat Paula Beer konsequent an ihrer Filmografie gefeilt — in dem düsteren Alpenwestern „Das finstere Tal“ (2014) übernahm sie die weibliche Hauptrolle und wurde für den Österreichischen Filmpreis nominiert. In dem hervorragenden Jugenddrama „4 Könige“ (2015) spielte sie die Teenagerin Alex, die unter ihrer depressiven Mutter leidet, und mit dem wunderschönen Schwarz-Weiß-Melodrama „Frantz“, in dem Beer eine Kriegerwitwe im Jahr 1919 spielt, die sich in einen französischen Soldaten verliebt, begeisterte sie das Publikum des Filmfestivals von Venedig, sowie der französischen Akademie. Beer erhielt eine César-Nominierung und in Venedig den Marcello-Mastroianni-Preis.

Obwohl all diese Stationen bereits einen beeindruckenden Werdegang illustrieren, markiert die Berlinale 2018 den Punkt, an dem Paula Beer endgültig im Rampenlicht angekommen ist. Mit Christian Petzolds Literaturverfilmung „Transit“ hat sie einen der wichtigsten Filme des Festivals abgeliefert — ein zeitloses Drama über Flucht und Identitätslosigkeit. Im selben Jahr ist auch die Serie „Bad Banks“ angelaufen, die Beer als junge Finanzanalystin zeigt, die zwischen kriminellen Geschäften, Arbeitswut, Überforderung und schlauem Taktieren pendelt. Beers herausragende Leistung wurde dann auch mit dem Deutschen Filmpreis belohnt.

Paula Beer in Zukunft

Kaum eine deutsche Nachwuchsdarstellerin trägt so viele Hoffnungen wie Paula Beer. Spätestens seit ihren Auftritten in „Transit“ und „Bad Banks“ muss sie ihr Talent nicht mehr beweisen. Beer kann starke, energetische Frauenfiguren ebenso wie junge, nach Orientierung ringende Mädchen verkörpern. Eine Mischung, die auch eine internationale Karriere in Aussicht stellt. Mit der auf Gerhard Richters Leben basierenden Künstlerbiografie „Werk ohne Autor“ (2018) hat Beer tatsächlich die Chance, Hollywood zu erobern. Der Film von Oscarpreisträger Florian Henckel von Donnersmarck geht als deutscher Beitrag ins Rennen um den Oscar für den Besten fremdsprachigen Film bei der Oscarverleihung 2019. Wir wünschen der wunderbaren Paula Beer viel Erfolg!

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