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Kris Kristofferson


Schauspieler • Musiker • Sprecher • Drehbuchautor
Kris Kristofferson Poster
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Leben & Werk

Das Magazin „Rolling Stone“ nannte ihn einen der sinnlichsten Entertainer der Rockmusikgeschichte und als Sänger wurde er mit Hits wie „Help Me Make It Through the Night“, „Sunday Morning Coming Down“ und vor allem „Me and Bobby McGee“ (populär in der Version von Janis Joplin) ein Begriff.

Kris Kristofferson, geboren 1936, schrieb früh Songs und Kurzgeschichten und hatte seinen ersten Filmauftritt in Dennis Hoppers „The Last Movie“. Er fiel als Pop-Sänger in „Cisco Pike“ auf, wo er Gene Hackmans korruptem Polizist grandios Paroli bot, und überragte in Sam Peckinpahs Meisterwestern „Pat Garrett jagt Billy the Kid“ als legendärer Outlaw und brachte in die Figur des Billy the Kid die Aufbruchstimmung der Jugend und des New Hollywood ein. Für Martin Scorsese spielte er den warmherzigen Farmer in „Alice lebt hier nicht mehr“ und war der selbstzerstörerische Pop-Sänger an der Seite von Barbra Streisand in „A Star Is Born“, ein Film, der viel von Kristoffersons privaten Alkohol- und Drogenexzessen ahnen lässt, die seine Ehe mit der Sängerin und Schauspielerin Rita Coolidge scheitern ließen.

Kristofferson, der durch seine hochgewachsene imposante Erscheinung mit den blauen Augen und dem sinnlichen Bass-Bariton eine mühelos erscheinende Präsenz auf der Leinwand hat, war der Anführer der Trucker in Sam Peckinpahs „Convoy“ und erlebte mit dem desaströsen Misserfolg des meisterhaften Monumental-Western „Heaven’s Gate„, in dem er einen Marshall zwischen Großgrundbesitzern und Einwanderern spielte, einen Karriereknick, von dem er sich nie erholen sollte.

In den 80ern selten im Film (für Alan Rudolph in „Trouble in Mind“ und in „Songwriter“, für dessen Filmmusik er für den Oscar nominiert wurde), spielte er in den 90ern vermehrt für das Fernsehen („Der gnadenlose Jäger“) und fand erst in markanten Nebenrollen (u.a. „Girl’s Night“, „Die Zeit der Jugend„), die er vor allem der Rolle des sardonischen Grenzstadtsheriffs in John Sayles‘ „Lone Star“ verdankt, wieder Anschluss ans Filmgeschäft. Am ausdauerndsten erwies er sich dabei als treuer Sidekick Whistler des titelgebenden Vampirjägers (Wesley Snipes) in den bislang drei Teilen von „Blade“.

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