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David Kross


Schauspieler
David Kross Poster
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Leben & Werk

Er war der Vorleser, stand für Steven Spielberg vor der Kamera und übernahm die Hauptrolle in der sensationellen Kinderbuch-Verfilmung „Krabat“ – und das alles, obwohl David Kross sein Schauspielstudium abgebrochen hat. Sein Naturtalent allein scheint zu reichen, um die Massen in die Kinos zu locken.

Kaum ein deutscher Schauspieler hat eine derart raketenhafte Karriere hinter sich wie David Kross. Am 4. Juli 1990 in Schleswig-Holstein geboren, wuchs Kross in der Gemeinde Todendorf auf und machte seine ersten Bühnenerfahrungen bereits in der Schule. Lange sollte der Erfolg nicht auf sich warten. Noch bevor Kross seinen Schulabschluss im Jahr 2007 machte, stand er am Set von Blockbustern wie „Der Vorleser“ und „Krabat“ vor der Kamera.

David Kross in „Knallhart“

Entdeckt wurde David Kross von dem deutschen Filmemacher Detlev Buck. Auf Anraten seiner Tochter besetzte Buck die Hauptrolle in seinem Jugenddrama „Knallhart“ mit David Kross. Die Dreharbeiten fanden in den Sommerferien statt. In der authentischen Milieustudie spielt Kross den 15-jährigen Michael, der im Berliner Brennpunkt Neukölln in einen Strudel aus Gewalt und Verbrechen gerät. Seine Darstellung ist auch heute noch so intensiv, dass sich „Knallhart“ unbedingt lohnt, selbst wenn sich der Stadtteil Neukölln inzwischen stark verändert hat.

Seit der gemeinsamen Erfahrung von „Knallhart“ baut Detlev Buck immer wieder auf das Talent von David Kross. So war der Shooting Star in den Buck-Filmen „Hände weg von Mississippi“, „Same Same But Different“ und „Die Vermessung der Welt“ zu sehen.

Von „Krabat“ bis „Der Vorleser“

Während seine Schulfreunde für den Abschluss pauken mussten, begann für David Kross dank „Knallhart“ ein neuer Lebensabschnitt. In den Jahren 2006 und 2007 stand Kross für die beiden Blockbuster „Krabat“ und „Der Vorleser“ vor der Kamera. Zuerst kam die sensationelle Verfilmung des Kinderbuches von Ottfried Preußler. Kross spielte hier die Hauptrolle des Waisenjungen Krabat, der in die Fänge eines düsteren Hexers gerät. Der Autor Ottfried Preußler selbst war begeistert von dem Film und freute sich, seine Geschichte auf der Leinwand wiedererkennen zu können.

Noch spektakulärer müssen lediglich die Dreharbeiten zu „Der Vorleser“ gewesen sein. Kross, der damals gerade seinen 18. Geburtstag feierte, spielte an der Seite von Kate Winslet in der Verfilmung des Roman-Klassikers von Bernhard Schlink. Die Sexszene sei verwirrend und bizarr gewesen. Eine Erfahrung, die Kross durchaus mit dem Publikum des Filmes teilt, immerhin dreht sich „Der Vorleser“ um die romantische Beziehung zwischen einem 15-jährigen Schüler und der 36-jährigen Schaffnerin und ehemaligen KZ-Wärterin Hanna.

Für seine darstellerische Leistung in „Der Vorleser“ wurde David Kross bei den Filmfestspielen von Cannes 2009 mit der Trophée Chopard ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde er beim Europäischen Filmpreis in der Kategorie „Bester Darsteller“ nominiert.

David Kross und Steven Spielberg

Seit „Der Vorleser“ hat David Kross offiziell auch in Hollywood einen Fuß in der Tür. Allein die Tatsache, dass er in „Gefährten“ für Regie-Legende Steven Spielberg vor der Kamera stand (als deutscher Pferdenarr Güter Schröder), beweist, dass Kross auch in internationalen Blockbustern seinen Mann stehen kann. Seitdem war Kross in den internationalen Produktionen „Michael Kohlhaas“ und „Angélique“ zu sehen.

Eine weitere erwähnenswerte Produktion ist das Zweite-Weltkriegs-Drama „Into the White“ aus dem Jahr 2012, in der David Kross an der Seite von „Harry Potter“-Star Rupert Grint zu sehen war. Das Survival-Drama dreht sich um britische und deutsche Kampfpiloten, die nach der Bruchlandung in der verschneiten Ödnis von Norwegen gemeinsam ums Überleben kämpfen müssen.

David Kross in „Simple“

Nachdem David Kross in den letzten Jahren vor allem den beiden Kinderbuch-Verfilmungen „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ und „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ in der Rolle des Rainer Kiesling vor der Kamera stand, meldet er sich im Jahr 2017 mit einer großen Hauptrolle in den deutschen Kinos zurück. An der Seite von Shooting-Star Frederick Lau spielt Kross den geistig behinderten Simpel, der gemeinsam mit seinem Bruder einen großartigen Roadtrip unternimmt.

Bereits im Vorfeld konnte Kross mit „Simpel“ viel Aufsehen erregen. Die Verfilmung des gleichnamigen französischen Romans von Marie-Aude Murail erzählt von einer innigen Geschwisterbeziehung und von einem wilden Roadtrip. Vor allem Kross als titelgebender Simpel konnte die Kritiker begeistern, der mit seiner liebenswerten Kindlichkeit alltägliche Selbstverständlichkeiten entwaffnend ehrlich betrachtet. Auf dem Filmfest Hamburg 2017 wurde „Simpel“ für den Art Cinema Award nominiert.

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