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Wir sind die Rosinskis


  1. Ø 3.9
   2016
Wir sind die Rosinskis Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Wir sind die Rosinskis: Sozialkomödie mit drei Generationen Thalbach-Frauen.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In der fast als Parodie angelegten Komödie standen die drei Thalbach-Frauen erstmals gemeinsam vor der Kamera.

    Katharina, Anna und Nellie Thalbach in einem Film, dazu noch Leinwandstar Milan Peschel: Da kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Die drei Thalbach-Generationen spielen Oma Angelika, Tochter Peggy und Enkelin Angelique: Die Rosinski-Frauen sind vom Schicksal nicht gerade mit Glück überhäuft worden, aber sie haben ein großes Herz; auch wenn Angelika stets erst mal an sich selber denkt. Schon die Konstellation ist klasse, zumal Nellie Thalbach beweist, dass sie das Zeug hat, ihren prominenten Verwandten erfolgreich nachzueifern. Mutig und nicht ohne Risiko ist jedoch die Idee, die Sozialkomödie derart zu überzeichnen, dass der Film fast zur Parodie gerät. Endgültig respektabel wird das Projekt, weil ein Neuling Regie führt: David Gruschka gibt die Figuren seines Langfilmdebüts nie der Lächerlichkeit preis, obwohl sich dafür eine Menge Anlässe bieten. Getreu dem Motto „Pack schlägt sich, Pack verträgt“ liegen sich die Familienmitglieder ständig in den Haaren, woran meist Angelika schuld ist, aber wenn es hart auf hart kommt, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel. Das ist auch nötig, denn viel weiter nach unten geht es nicht mehr: Peggy wohnt mit dem liebenswerten Verlierer Torben (Milan Peschel) und drei Kindern von drei verschiedenen Vätern in einer Bruchbude in Frankfurt an der Oder. Mit ihrem Job bei einer Reinigung hält sie alle über Wasser. Torben hat sein Dasein der Vernichtung von Dosenbier gewidmet, Angelique träumt von einem eigenen Kosmetikstudio, die 15jährige Michelle (Emma Bading) will Boxerin werden. Nur der kleine Finn (Tilman Döbler) fällt als Intelligenzbestie aus dem Rahmen, aber auch er hat einen Traum: Seit Peggy ihm von Ozeanien erzählt hat, wo es immer warmes Wasser gibt, ist Ozeanien sein Sehnsuchtsort.

    Eine stringente Geschichte von A über B nach C erzählt das Drehbuch (Anika Soisson, Johannes Rotter) eher nicht. Dennoch wirkt der Film wie aus einem Guss, weil es Gruschka gelingt, die vielen kleinen Episoden zu einem Handlungsfluss zu vereinigen. Abgesehen davon ist es ein großes Vergnügen, den drei Thalbach-Frauen zuzuschauen, und selbstredend passt Milan Peschel in dieses Milieu wie die Faust aufs Auge; auch Emma Bading spielt vorzüglich. Das Quintett erfüllt alle Voraussetzungen einer echten Prollfamilie und schafft es trotzdem, liebenswert zu sein. Die Leistung des Ensembles, in dem Peschel dank seiner Miniaturen aus komischer Verzweiflung der Thalbach-Frauenpower erfolgreich Paroli bietet, ist wunderbar, aber die Verantwortlichen haben selbst kleinste Nebenrollen liebevoll besetzt. Die gleiche Liebe zum Detail prägt auch die Umsetzung vieler von Gruschka souverän und beiläufig inszenierter komischer Momente: Während die Frauen miteinander reden, scheitert Torben im Hintergrund sehr lustig an der Herausforderung, einen Grill aufzubauen, der kurz drauf auch noch explodiert. Diese Form von Understatement ist ein reizvoller Kontrast zur mitunter plakativen Situationskomik. Die Musik ist ebenfalls gut ausgewählt. Die drei Thalbachs sind ohnehin sehenswert. Nellie, die ihre Angelique als Tussi mit waffenscheinpflichtigem Hüftschwung verkörpert, sieht exakt so aus wie ihre Mutter im gleichen Alter; und Anna Thalbachs Augen haben noch nie so blau gestrahlt wie in diesem Film. Das Verblüffendste an „Wir sind die Rosinkis“ ist jedoch Gruschkas Kunststück, selbst uralte Gags witzig wirken zu lassen.

    Fazit: Die turbulente und mit großer Liebe zum Detail inszenierte Sozialkomödie würde dank ihrer verblüffenden Mischung aus Understatement und Uraltgags vermutlich auch im Kino funktionieren.

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