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Deutschland sucht den Superstar Poster

Insider erhebt schwere Vorwürfe gegen „DSDS“und Co.


Marek Bang  

„Deutschland sucht den Superstar“ garantiert dem Privatsender RTL Jahr für Jahr gute Quoten, ebenso wie Reality-TV-Formate oder Dokumentationen. Das ist bei der Konkurrenz oft nicht anders. Jetzt hat ein Regisseur dieser Formate ein Buch über die Praktiken hinter den Kulissen geschrieben. Er erhebt darin schwere Vorwürfe.

Als der psychisch kranke Kandidat Diego in der 15. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ mit einer ungezügelten Schimpftirade gegen Chef-Juror Dieter Bohlen auffiel, haben sich viele Zuschauer gefragt, ob es vom Sender vertretbar war, den Mann überhaupt vor eine Kamera zu stellen. Glaubt man dem TV-Regisseur Kai Tilgen, dann geht es in der Casting-Show ohnehin nicht um die Ermittlung des besten Sängers der Nation. Vielmehr wollen die Verantwortlichen laut ihm „die Zeit zwischen den Werbeblöcken füllen. Und zwar mit einer Emotionschoreografie, die den Umschaltedaumen lähmt“. So liest sich jedenfalls ein Auszug aus dem Buch „Wie ich mir meinen Platz in der Fernsehhölle verdient habe“ (via Schwarzkopf Verlag), das im Oktober 2018 erscheinen wird.

Darin geht der Regisseur von Formaten wie „Deutschland sucht den Superstar“, „The Biggest Loser“ sowie vielen Doku- und Deko-Soaps mit der Fernsehbranche hart ins Gericht. So gehe es bei „Deutschland sucht den Superstar“ ausschließlich darum, einen Kandidaten bloßzustellen. Gegenüber der Bildzeitung (Via Tz) gibt der Regisseur ein konkretes Beispiel für eine solche Praktik. So habe er einen Kandidaten mit einem Fleck auf der Hose bewusst so dargestellt, dass es sich um einen Urin-Fleck handeln müsse und ihm laut eigener Einschätzung damit seine Würde genommen, was gut für das Format gewesen sei. Auch die Homestories der Kandidaten würden nur deshalb gedreht, um sich im Anschluss über sie lustig machen zu können.

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Vorwürfe richten sich auch gegen „Germanys next Topmodel“ & andere Formate

Auch hinter den Kulissen von „Germanys next Topmodel“ sollen laut Kai Tilgen fragwürdige Praktiken vorherrschen. So soll ein Kameramann damit geprahlt haben, mit zahlreichen Kandidatinnen eine sexuelle Beziehung gehabt zu haben. Bei einer Ausgabe von „Versteckte Kamera“ soll Entertainer Gottlieb Wendehals als Scherz vorgegaukelt worden sein, seine Ehefrau befände sich in einem führerlosen Heißluftballon meterhoch über der Erde. Hier war eine hohe finanzielle Entschädigung fällig, denn der 77 Jahre alte Sänger fand den Spaß (verständlicherweise) gar nicht lustig. Am 1. Oktober 2018 erscheint das Buch in seiner ganzen Pracht, wer weiß, welche (vermeintlichen) Entgleisungen darin noch zur Sprache kommen.

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